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Moers. Die Moers-Rolle - ein Film von und mit Moersern. So könnte der Titel des Local-Hero-Streifens heißen, der ab dem 16. Mai allabendlich spontan und neu den Altmarkt in ein Open-Air-Kino verwandeln wird. „Kammerflimmern“ heißt das Projekt, mit dem die Moerser Filmemacher Andreas Dzialocha und Pascal Schröder die Grafenstädter in dieser Woche täglich vor die Kamera bitten.
Zwei handelsübliche Gartenhäuschen werden sich unter den Händen von STM-Bühnenbildnerin Birgit Angele in Herzkammern verwandeln. Die eine ist das Aufnahmestudio mit Kamera, die andere beherbergt Technik und Regie. Was die beiden Filmemacher im Sinn haben, geht über gewöhnliche Tv-Formate hinaus. „Die Beiträge sollen auf Moers fokussiert sein“, so Dzialocha. Und damit keiner unaufgefordert falsche Körperteile in die Kamera hält oder via Video Beleidigungen in die Welt setzt, gibt es sieben Formate zur Auswahl.
„Was bringt Sie in Moers zum Rasen?“ oder „Was würden Sie tun, wenn Sie König von Moers wären?“ sind zwei der Themen, zu denen sich die Passanten äußern sollen. Genauso können Moerser auch Erinnerungen an Orte oder Ereignisse in die Kamera sprechen. Ähnlich wie beim Spiel „Activity“ gibt es ein lokales Pantomimeformat zum Mitraten. „Stellen sie ... die Henriette dar ...“.
Natürlich ist auch der Klassiker im Angebot - verborgene Talente zeigen - im Handstand singen, oder auf einem Quadratemeter tanzen - was auch immer. Das Aufnahmestudio wird täglich von 11 bis 13 und 15.30 bis 18 Uhr geöffnet sein. Anschließend schneiden Dzialocha und Schröder das Material und machen es sendefertig. Mit der Dämmerung gegen 21 Uhr wird eine Großleinwand aufgebaut, Rasenkissen auf den Stufen des Denkmals ausgelegt und der frische 20-minütige Film gezeigt. „Wir wollen damit auch die Kneipengänger am Altmarkt unterhalten“, so der künstlerische Leiter Tim Isforth.
Der 21jährige Andreas Dzialocha hat im vergangenen Jahr das Spontan-Filmfestival mitbegründet und studiert derzeit Kunstwissenschaften an der Uni Bochum. Pascal Schröder ist 19 Jahre alt, macht derzeit Zivildienst und will Regie an einer Filmhochschule studieren. Sein neustes Werk „Der Sternenfänger“ feiert heute Abend, 20.30 Uhr, im Bollwerk Premiere.
Erstes Material für das Kammerflimmern ist schon im Kasten. So wurden im Winter Straßeninterviews geführt und zahlreiche Local-Hero-Projekte werden während ihres Entstehungsprozesses von der Kamera begleitet.
Quelle: www.derwesten.de
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