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Neukirchen-Vluyn. Es dauert lange, ist 1,8 Millionen Euro teuer, wird aber am Ende wirklich gut. Die Sanierung des Schwimmbades steht bevor. Zu Beginn der Osterferien am 27. März schließt das Freizeitbad an der Tersteegenstraße bis gegen Ende der Herbstferien. „Unser Bad wird von außen und innen für die Zukunft fit gemacht“, sagt der Erste und Technische Beigeordnete, Ralf Eccarius. Und schöner wird es auch.
Ralf Eccarius wollte es ganz genau wissen. Er stieg unlängst der Schwimmhalle aufs Dach. Dort haben sich Platten verschoben. „Man kann’s kaum glauben, wie viel Wärme da oben ‘rausgeht. Ich hätte mir glatt die Haare fönen können.“
Das Bad ist über 30 Jahre alt. „Teilweise gibt es noch Einfachverglasung. Die alten Thermopen-Fenster sind undicht geworden.“ Die Fassade wird acht Zentimeter dick gedämmt und neu verputzt. Ebenso die Dachkuppel.
Die Front am Eingang wird künftig anders aussehen. Der Giebel wird verglast. Dafür werden die alten Kunststoff-Elemente abgebaut, die dem Gebäude einen Horten-Charme der 60-er Jahre verliehen hatten. Die Rahmen der neuen Fenster sind rot.
Im Innern heizt derzeit noch die Lüftungsanlage hauptsächlich die Schwimmbad-Decke. „Wir kehren den Wärmestrom um. Die warme Luft wird unten eingeblasen und oben abgesaugt.“ Ein Wärmetauscher heizt die Frischluft. Einer „Erfahrungsschätzung“ nach, so der Beigeordnete, betragen die Einsparungen später rund 100 000 Euro im Jahr. Derzeit verschlingt das Bad 250 000 Euro an Heizung, Strom und Wasser, davon allein 130 000 Euro für die Wärme. 600 000 Euro schießt die Stadt für den Betrieb jährlich zu.
Die Duschen, Toiletten und Waschbeckenbereiche werden erneuert. „Wir stellen auch kleine Ärgernisse ab.“ Wie die Tatsache, dass die Duschen bisher gern mal eiskalt oder brühend heiß wurden. Der kleinen Kraken im Baby-Becken wird künftig nicht mehr wackeln. Die Rutsche bekommt einen neuen Anstrich. Abgeschlagene Türkanten werden erneuert. Unter die Hallendecke werden neue Tücher gespannt.
Investor für die Sauna
immer noch gesucht
Am Rande: Noch immer wird ein Investor oder Verein gesucht, der die Sauna trägt. Sonst wird sie dicht gemacht. „Die Politik hat bereits beschlossen, keinen Zuschuss mehr dafür zu geben.“
Die Sanierung des Bades ist bitter nötig. „Wir waren zeitweise im Nothaushalt. Irgendwann hätten wir das Bad schließen müssen.“ Da kamen die 1,1 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket jetzt gerade recht. Die Stadt selbst legt 0,7 Millionen Euro aus Rückstellungen dazu.
Die Grundschulen gehen während der Schließung des Bades ins Lehrschwimmbecken Diesterwegschule, wie Amtsleiter Gerhard Resnitzek bekundet. Die Schwimmvereine weichen in die Nachbarbäder aus. „Man hilft sich gegenseitig, wir haben auch den Moersern schon ausgeholfen.“
Quelle: www.derwesten.de
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