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Wesel. Fünf Techniker warnen vor einem „erheblichen Sicherheitsmangel“, der Projektleiter bestreitet dies aber: Der Ende November eröffneten Rheinbrücke Wesel fehlen noch immer einige Schrauben und Muttern.
Es fehlen einige Schrauben und Muttern, immer noch. Für fünf ehemalige Siemenstechniker ein „erheblicher Sicherheitsmangel“. Widerspruch kommt von Hans Löckmann, dem für den Bau der neuen Rheinbrücke verantwortlichen Projektleiter. Es sei alles in Ordnung, betont er auf NRZ-Anfrage.
Über die fehlenden Schrauben und Muttern hatte sich das Quintett bereits kurz nach der Eröffnung der Brücke gewundert. Nun waren sie wieder auf der Brücke und stellten fest: Es hat sich nichts getan. Musste auch nicht, wie Projektleiter Löckmann erneut betont. Weil zurzeit lediglich eine Seite mit zwei Fahrbahnen für den Verkehr freigegeben ist und nur Tempo 50 erlaubt ist, stellen die fehlenden Schrauben kein Problem dar. Wegen des Tempolimits müssten überhaupt keine Planken stehen, so der Projektleiter. So wie es auf der Lippebrücke ist. Dort gibt es keine Leitplanken, betont Löckmann.
System wird noch geprüft
Das auf der neuen Rheinbrücke verwendete System werde zurzeit noch geprüft. Gemeinsam mit der Uni Bochum schaut die Projektleitung vom Landesbetrieb Straßen NRW, welche Schrauben die Füße halten können. Richtig montiert müssten die Planken erst sein, wenn der Endausbau beendet ist.
Das wird im Herbst dieses Jahres der Fall sein. Erst dann werden alle vier Fahrbahnen auf der Brücke freigegeben, und der Verkehr darf mit 100 Stundenkilometern über die Brücke fahren.
Bei den Leitplanken für die Fahrbahnen handelt es sich um ein neues System, das bei einem Aufprall wie ein Seil wirkt. Damit soll verhindert werden, dass ein Fahrzeug durchbricht. Hans Löckmann: „Auf der noch nicht freigegebenen Seite sind noch keine Leitplanken installiert worden.“
In vier Wochen, so Löckmann werde die Prüfung abgeschlossen sein. Dann wisse man, welche Schrauben und Muttern verwendet werden können. Und bis im Herbst alles fertig ist, werden auch die Füße richtig verschraubt sein. Dann wird auch der Rad- und Fußweg auf der Büdericher Seite ein Geländer erhalten.
Gefahr für Radfahrer
Zurzeit könnte jeder, ob Radfahrer oder Fußgänger, einen zirka acht Meter tiefen Abhang hinab stürzen, meinen die fünf Siemenstechniker. Das stelle eine erhebliche Gefahrenquelle dar, vor allem nachts, da jegliche Beleuchtung fehle.
Quelle: www.derwesten.de
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